Dies ist der erste E-Racer, der am Air Race E teilnimmt. Bildnachweis: Airbus Media
Dies ist der erste E-Racer, der am Air Race E teilnimmt
Ein Siegerflugzeug aus den Flugwettbewerben der 1990er Jahre wurde in einen E-Racer verwandelt
Das E-Racer-Modell von Team Condor Aviation ist eine Nachrüstung des Siegerflugzeugs “White Lightning” aus den Formel-1-Rennen der 1980er und 1990er Jahre. Die Dubai Air Show 2019 markiert den ersten öffentlichen Auftritt des E-Racers im Vorfeld des Eröffnungswettbewerbs der Air Race E-Rennserie.
Man schrieb das Jahr 1979. In der Werkstatt eines Flugzeugbauers in den Midlands, Großbritannien, wurde ein Cassutt-Standardflugzeug von der Nase bis zum Heck umgebaut. Das Ziel? Eine Rennmaschine zu bauen, die an Formel-1-Rennen teilnehmen konnte. Im Jahr 1980 war der Umbau abgeschlossen, und das neue Flugzeug mit dem Namen “White Lightning” wurde von seinem Besitzer und Piloten Andrew Chadwick auf der Rennstrecke eingesetzt.
In den 1980er- und 1990er-Jahren nahm White Lightning sowohl an Handicap- als auch an Formel-1-Rennen teil - und das sogar mehrmals pro Jahr. Chadwick führte den Flugsport in Kontinentaleuropa ein und reiste mit White Lightning zu Orten wie Epernay in Frankreich und Freiburg in Deutschland. In Compiègne, Frankreich, erlangte der Weiße Blitz neue Berühmtheit, als ihm eine Taube von oben bis unten durch den Flügel flog!
Am Ende von zwei aufregenden Jahrzehnten im Flugsport wurde White Lightning zweimal zum Champion gekrönt - in Meaux, Frankreich, und in Rochester, Großbritannien - und ging dann in den Ruhestand. Doch das war nicht von Dauer: Ein neues Leben zeichnete sich am Horizont ab.
Eine Wiederholung der Geschichte für den Rennfahrer, der früher als Weißer Blitz bekannt war?
Heute hofft man, dass der früher als White Lightning bekannte Rennwagen seine Erfolgsgeschichte wiederholen wird, allerdings in einem völlig anderen Format.
Martyn Wiseman, der Hauptdarsteller von Team Condor Luftfahrt, übernahm die White Lightning, ein älteres Modell von Cassutt, das aber immer noch sehr beliebt bei den traditionellen Formel-1-Rennen ist. Das Modell hat eine Zelle, die aus einem geschweißten Stahlrohrrumpf und stoffbespannten Holzflügeln besteht. Der Kraftstofftank befand sich hinter dem Motor, wie bei vielen Flugzeugen.
Im Rahmen der Nachrüstung für das Air Race E hat das Team Condor Aviation den Kolbenmotor komplett entkernt und durch den Contra-Electric-Antriebsstrang mit zwei Motoren und gegenläufigem Propeller ersetzt, der kontinuierlich elektrische Energie liefert. Der Kraftstofftank wurde durch eine ~20 kWh-Batterie ersetzt.
Für Martyn und sein Team besteht die größte technische Herausforderung bei der Nachrüstung darin, das richtige Gleichgewicht zwischen Gewicht und Leistungsverteilung zu finden. Insbesondere hat der Elektromotor das Potenzial für ein relativ hohes Leistungsgewicht im Vergleich zum ursprünglichen Kolbenmotor.
“Der erste Schritt besteht darin, das Flugzeug mit handelsüblichen Komponenten nachzurüsten, um zu versuchen, die ursprüngliche Leistung wiederherzustellen”, erklärt Martyn. “In einem zweiten Schritt werden wir ein maßgeschneidertes Antriebssystem entwickeln, um sicherzustellen, dass das Flugzeug rennbereit ist.”
Technische Daten
Leistung: 150 kW (max. Dauerleistung)
Batterie: ~20 kWh
Flugzeugtyp: Cassutt Racer (modifiziert)
Motortyp: Vollständig elektrisch
Flügelspannweite: 4,6 Meter
Spannweite Heck: 4 Meter
Gewicht: 375 kg
Nutzung der belebenden Wirkung eines Sportwettbewerbs
Wie das Team Condor Aviation entwickeln auch andere Teams, die sich für das Air Race E angemeldet haben, derzeit ihre eigenen Flugzeuge unter Verwendung bestehender Flugzeugzellen - oder von Grund auf neu.
Dieser Ansatz steht ganz im Einklang mit der Kultur des Flugsports, bei dem die Teams stark in die Entwicklung und den Bau von Flugzeugen eingebunden sind. Die derzeitigen Teams - von professionellen Ingenieuren über Studenten der Luft- und Raumfahrttechnik bis hin zu Hobbyfliegern - können ihre eigenen Konstruktionen bauen und fliegen, solange sie den von Air Race E festgelegten Spezifikationen entsprechen. Diese Spezifikationen beziehen sich auf eine Vielzahl von Merkmalen, wie z. B. Flügelfläche, maximale Leistung und Batteriekapazität.
Letztendlich wird das Endprodukt für jedes Team ein rein elektrisches Flugzeug mit festem Flügel und Frontmotor sein. Da Air Race E die gleiche Streckenführung und Acht-Runden-Konfiguration wie herkömmliche Luftrennen hat, müssen die Flugzeuge eine ähnliche Größe und vergleichbare Leistung wie klassische Rennflugzeuge haben.
“Die Designfreiheit, die Air Race E erlaubt, sollte zu einigen interessanten Konzepten für Elektroflugzeuge führen”, sagt Jeff Zaltman, CEO von Air Race E. “Und die belebende Wirkung eines sportlichen Wettbewerbs sollte dazu beitragen, die technologische Entwicklung des Elektroflugs in die richtige Richtung zu lenken.”

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