Bildnachweis: Airbus
Vahana Has Come To An End, But A New Chapter At Airbus Has Just Begun!
Wie die aus Vahana gewonnenen Erkenntnisse die nächste Generation von eVTOLs bei Airbus inspirieren werden
Fast vier Jahre, nachdem das Vahana-Konzept auf einer Serviette skizziert wurde, ist das Aushängeschild, das die Initiative für urbane Luftmobilität bei Airbus ins Leben gerufen hat, zu Ende gegangen. Die wichtigsten Erkenntnisse von Vahana liefern Airbus Urban Mobility nun unschätzbare Einblicke in die Gestaltung seines zukünftigen urbanen Luftfahrzeugs.


Bildnachweis: Airbus, Videonachweis: Vtol und Vertical Flight Society
“Alles begann mit einer Skizze auf einer Serviette…” So beginnt die Vahana-Geschichte – wenn sie von Mitgliedern des Projektteams erzählt wird – oft. Einige erzählen die Geschichte mit einem Hauch von Staunen, andere mit einem Schimmer von Nostalgie. Wahrlich, Vahana ist längst eine Legende für sich. Und es ist nicht schwer zu erkennen, warum: Ein Design, das wie aus einem Science-Fiction-Film entsprungen wirkt, hat sich in nur wenigen Jahren unauffällig zu einem voll funktionsfähigen, elektrischen senkrecht startenden und landenden (eVTOL-)Fahrzeug entwickelt.
Den frühen Skeptikern ist zu verzeihen: 2016 war eine andere Zeit. Damals hätte niemand vorhersehen können, dass die Nutzung des Luftraums zur Verbesserung der städtischen Mobilität praktikabel ist. Und doch ist die städtische Luftmobilität längst keine Science-Fiction mehr. Heute ist sie einer der spannendsten und vielversprechendsten Märkte in der Luft- und Raumfahrt. Und die außergewöhnlichen Fortschritte von Vahana haben zweifellos eine Schlüsselrolle dabei gespielt, diese Vision der Realität näher zu bringen.
Erkenntnisse aus beiden Flugzeugen – Vahana und CityAirbus – werden genutzt, um unsere Beziehung zu den Aufsichtsbehörden voranzutreiben und Schlüsseltechnologien zu verstehen. Zach Lovering, VP of UAM Systems, Airbus
Aber, wie das Sprichwort sagt, alles hat ein Ende. Für Vahana ist dieser Tag gekommen. Am 14. November 2019 wurde auf dem Pendleton UAS Range in Oregon, USA, die letzte Seite der Vahana-Geschichte geschrieben. Hier absolvierte Vahana unter dem Jubel (und einigen Tränen) all derer, die zu seiner außergewöhnlichen Entwicklung beigetragen haben, seinen letzten Testflug.
Während sich der Staub nach Vahanas letztem Flug legt, nimmt das nächste Kapitel der urbanen Luftmobilität bei Airbus bereits Gestalt an.
Eine reichhaltige Sammlung wichtiger Erkenntnisse über eVTOL-Technologien
Von Anfang an war Vahana als technisches Demonstrationsprojekt konzipiert. In der F&E-Community werden “technische Demonstratoren” häufig verwendet, um Technologien mit hohem Potenzial zu testen und ihren Transfer in reale Anwendungen zu unterstützen. Mit anderen Worten, Vahana war nie als kommerzielles Produkt gedacht – stattdessen basierte das Vahana-Team auf Acubed im Silicon Valley wurde ich mit wichtigen Zielen im Zusammenhang mit der eVTOL-Entwicklung beauftragt.
Zach Lovering, Vizepräsident für UAM-Systeme bei Airbus und Leiter von Vahana, hebt die drei Hauptziele des Programms hervor:
- Entwicklung eines voll funktionsfähigen eVTOL-Fahrzeugs: Eine Skizze auf einer Serviette ist eine Sache, aber den technischen Machbarkeitsnachweis für die Konfiguration zu erbringen, ist etwas ganz anderes. Das Projektteam hat seine Idee einer Konfiguration mit schwenkbaren Tragflächen und einer geeigneten Lösung für die Verbindung von Batterie und Elektromotor bis an die Grenzen ausgereizt. Als „Vahana“ 2018 seinen ersten Flug absolvierte, gelang der Sprung vom Konzept zur Realität.
- Nachweis der Machbarkeit von Technologien für autonomes Fliegen: Vahana wurde zu einer Zeit ins Leben gerufen, als Echtzeit-Erkennungs- und Ausweichfunktionen bei kleinen Fluggeräten noch als Wunschtraum galten. Heute ist Vahana voll und ganz in der Lage, Gefahren in der Luft und am Boden autonom zu erkennen. Das Projekt trug somit entscheidend dazu bei, die Risiken bei Kernelementen der Autonomie für Fahrzeuge der urbanen Luftmobilität zu verringern, und führte zur Entstehung von Wayfinder, einem ambitionierten Projekt für autonome Flugtechnologie bei Acubed.
- Entwicklung eines Geschäftsmodells für eVTOLs: Wie hoch sind die Gesamtbetriebskosten von eVTOLs? Wie sehen sie im Vergleich zu herkömmlichen Hubschraubern oder Taxis aus? Welchen Nutzen haben sie für die Gesellschaft? Wie sollten sie zertifiziert werden? All diese Fragen müssen geklärt werden, um ein überzeugendes Geschäftsmodell zu entwickeln. Und Vahana liefert in dieser Hinsicht wertvolle Erkenntnisse.
Die Zukunft sieht vielversprechend für die urbane Luftmobilität aus
Nachdem das Vahana-Programm nun abgeschlossen ist, freut sich das Projektteam darauf, die gewonnenen Erkenntnisse bei der Entwicklung des künftigen Stadtflugzeugs bei Airbus anzuwenden. Und dabei befinden sie sich in guter Gesellschaft: Das Projektteam für CityAirbus—der zweite eVTOL-Demonstrator im Airbus-Portfolio—wird seine Flugtestreihe im Laufe des Jahres 2020 fortsetzen, um neue Erkenntnisse in die Konzeptentwicklung einbringen zu können.
“Es ist ein bittersüßes Gefühl, dass ”Vahana‘ nun zu Ende geht“, sagt Zach, der seine Gedanken in ein Blogbeitrag. “Die Erkenntnisse aus beiden Flugzeugen – Vahana und CityAirbus – werden jedoch dazu genutzt, unsere Beziehungen zu den Aufsichtsbehörden zu stärken und wichtige Technologien besser zu verstehen.”
Auch wenn der genaue Zeitplan für das künftige Fahrzeug noch nicht feststeht, haben die Arbeiten an dem neuen Design bereits begonnen. Airbus Mobilität in der Stadt hat die Aufgabe, in diesem Bereich die Führung zu übernehmen.
Vorerst wird eines der beiden Vahana-“Alpha”-Flugzeuge zu Acubed gebracht, um dort als Inspiration für künftige bahnbrechende Projekte zu dienen. Das andere wird bei der HAI Heliexpo 2020 in Anaheim, Kalifornien.


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