April 18, 2026

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E-Mobility Group Starts Global Initiative For Electric-Truck Charging Infrastructure

Daimler eröffnet neuen Ladepark für elektrische Nutzfahrzeuge am Standort Untertürkheim. Daimler eröffnet neuen Ladepark für elektrische Nutzfahrzeuge am Standort Stuttgart-Untertürkheim.

E-Mobility Group Starts Global Initiative For Electric-Truck Charging Infrastructure

  • "eTruck Charging Initiative" soll Lkw-Kunden den bestmöglichen Einstieg in die E-Mobilität ermöglichen, zunächst mit Fokus auf Lkw-Depots
  • Hauptakteure neben Daimler Trucks: E-Lkw-Kunden, Stromnetzbetreiber, Energieversorger, Hersteller von Ladegeräten und Anbieter von Ladesoftware
  • Bildung eines Netzwerks für gemeinsame Infrastrukturlösungen
  • Pilotprojekte bereits in Vorbereitung
  • Gesa Reimelt, Leiterin der E-Mobility Group Daimler Trucks & Buses: "Wir treiben den Wandel zum batterieelektrischen Straßenverkehr aktiv voran - auch über unsere E-Trucks und Beratungsleistungen hinaus. Dazu stellen wir jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten die Weichen für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur."
  • Stuttgart - Daimler Trucks ist Pionier der Elektromobilität: zum einen mit Elektro-Lkw im weltweiten Kundeneinsatz, zum anderen mit einem ganzheitlichen Ökosystem inklusive Beratungs- und Infrastrukturleistungen für Elektro-Lkw-Kunden. In einem weiteren Schritt startet die E-Mobility Group von Daimler Trucks & Buses nun eine weltweite Initiative zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw. Im Fokus stehen zunächst Ladestationen, die auf den Betriebshöfen der Lkw-Kunden installiert werden.

Im Rahmen der Initiative bringt die E-Mobility Group die wichtigsten Akteure - E-Lkw-Kunden, Stromnetzbetreiber, Energieversorger, Hersteller von Ladehardware und Anbieter von Ladesoftware - zusammen und fördert so gemeinsame Infrastrukturlösungen für Lkw-Kunden innerhalb des Netzes. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt derzeit auf den Vereinigten Staaten und Europa. Japan ist der nächste Markt, der folgen wird. Die ersten Workshops finden bereits seit einiger Zeit statt. Auch die ersten gemeinsamen Pilotprojekte zum Aufbau von Ladeinfrastruktur an Lkw-Depots wurden bereits umgesetzt oder sind in Vorbereitung.

Die Initiative heißt "eTruck Charging Initiative" und ist Teil des ganzheitlichen Ansatzes der E-Mobility Group, Lkw-Kunden den bestmöglichen Einstieg in die E-Mobilität zu ermöglichen. Der enge Dialog zwischen den Hauptakteuren soll auch dazu dienen, die bisher langwierigen und komplexen Planungs- und Antragsprozesse für Netzanschlüsse zu beschleunigen. Darüber hinaus geht es den Beteiligten auch um Aspekte wie ein optimiertes Lastmanagement des Stromnetzes und eine nachhaltige Stromversorgung.

Passende Infrastrukturangebote für Lkw-Kunden

Gesa Reimelt, Leiterin der E-Mobility Group Daimler Trucks & Buses: "Wir treiben den Wandel zum batterieelektrischen Straßenverkehr aktiv voran - auch über unsere E-Trucks und Beratungsleistungen hinaus. Dazu stellen wir jetzt gemeinsam mit allen Beteiligten die Weichen für den Aufbau der notwendigen Infrastruktur."

"Durch den intensiven Dialog mit unseren Kunden bauen wir ein umfassendes Know-how rund um den Strombedarf und die Infrastrukturanforderungen von Flotten auf. Im ersten Schritt finden wir heraus, welche Stromversorgung auf dem Betriebshof eines Kunden vorhanden ist und welche Betriebsabläufe Einfluss auf die Stromladung haben. Mit unserer neu gestarteten 'eTruck Charging Initiative' setzen wir diese Erkenntnisse nun gemeinsam in passende Angebote um. Dazu gehört zum Beispiel die Unterstützung der Lkw-Kunden bei der Auswahl des Energieversorgers und des Ladestationsanbieters sowie die Bereitstellung der passenden Ladesoftware", so Reimelt weiter.

Schnellere Prozesse für niedrigere Kosten

Je früher und genauer die Energieversorger und Stromnetzbetreiber die Infrastrukturanforderungen der Kunden kennen, desto schneller und effizienter können sie diese aufbauen. Zu den Maßnahmen der Initiative gehört daher die Entwicklung von Standardkonzepten, die gängige Ladeprofile abdecken. Diese Konzepte können von verschiedenen Energieversorgern genutzt werden, was ihre Planungszeit erheblich verkürzt. Bislang wurden Infrastrukturprojekte meist als Einzelfälle behandelt. Darüber hinaus beschleunigen standardisierte und optimierte Formulare die Genehmigungsverfahren für die Netzbetreiber. Schnelle Prozesse bedeuten geringere Kosten für alle Beteiligten. Weitere Ansätze, wie die bestmögliche Gestaltung der Schnittstellen zwischen Ladeinfrastruktur, Fahrzeug und Netz, sowie die Möglichkeiten, die Netzlast zu steuern und damit eine möglichst nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten, werden ebenfalls im Rahmen der Initiative behandelt. In ländlichen Gebieten und bei hoher Stromnachfrage ist es zudem wichtig, die Zuverlässigkeit des Ladevorgangs zu gewährleisten, was einen weiteren Themenbereich der Initiative darstellt.

Depotgebühren bieten Kostenvorteile für Logistikunternehmen

Gesa Reimelt: "Aus unserer Sicht ist die Depotladung bei den Lkw-Kunden der erste und wichtigste Schritt in die Welt der E-Mobilität. Damit können bereits heute die Einsatzgebiete von Elektro-Lkw im innerstädtischen Verteilerverkehr abgedeckt und die Infrastruktur optimal an die Prozesse des Logistikdienstleisters angepasst werden, was zu möglichst geringen Ladekosten führt. Je nach Einsatzgebiet der Lkw ist auch das Gelegenheitsladen eine Option zur Reichweitenverlängerung, zum Beispiel an der Ent- oder Beladestelle, wo die Elektro-Lkw ohnehin stehen bleiben. Zukünftig wird auch das öffentliche Laden an öffentlich zugänglichen Stationen entlang zentraler Verkehrswege ein wichtiger Aspekt sein - eine flächendeckende Ladeinfrastruktur maximiert die Reichweite von batterieelektrischen Lkw."

Bei der Depotladung wird die Infrastruktur individuell auf die Bedürfnisse und Prozesse des jeweiligen Logistikdienstleisters zugeschnitten. Die Nutzung der eigenen Infrastruktur bietet in der Regel Vorteile in Bezug auf die Total Cost of Ownership (TCO), da kein zusätzlicher Betreiber beteiligt ist. Zudem entfällt die aufwändige Abrechnung und Authentifizierung der berechtigten Fahrzeuge, und eine Lademöglichkeit kann jederzeit gewährleistet werden. Die Ladevorgänge richten sich nach den Vorgaben des Unternehmens und die Energiekosten können im Voraus berechnet werden.

Das Depotladen eignet sich unter anderem für den Einsatz von Elektro-Lkw in städtischen Gebieten, die auf planbaren Routen fahren und über Nacht oder während regelmäßiger Standzeiten aufgeladen werden können. In den meisten Fällen gibt es daher keine oder nur geringe Änderungen im Betriebsablauf. Der batterieelektrische Antrieb hat unter den alternativen Antriebssystemen den höchsten Wirkungsgrad, was in diesem Anwendungsszenario aufgrund der geringsten Energiekosten besonders sinnvoll ist. Die Entwicklung weiterer Lademöglichkeiten durch Opportunity Charging und Public Charging wird sukzessive weitere Anwendungen mit einem größeren Aktionsradius für Logistikunternehmen eröffnen.

Beratungsansatz der E-Mobility Group

Das im vergangenen Jahr von der E-Mobility Group ins Leben gerufene Ökosystem für den einfachen Einstieg in die E-Mobilität besteht aus drei Bereichen: Gemeinsam mit dem Kunden wird zunächst die zentrale Frage geklärt, für welche Einsatzprofile und Routen Elektro-Lkw bereits heute geeignet sind. Dazu rollt die E-Mobility Group die kostenlose App "eTruck Ready" aus, die anhand bestehender Fahrstrecken ein realistisches und sinnvolles Nutzungsprofil von Elektro-Lkw für Kunden ermittelt. Die Ladevorgänge von Elektroflottenfahrzeugen sind ein weiterer wichtiger Faktor, der in den Betriebsprozess integriert werden muss. Aus diesem Grund liegt ein weiterer Schwerpunkt der Beratung auf der Analyse der Betriebshöfe und der entsprechenden Konzeption der geeigneten Infrastruktur inklusive intelligenter Ladelösungen. Der dritte Bereich beschäftigt sich mit der Optimierung der Total Cost of Ownership (TCO). Die Experten der E-Mobility Group werden unter anderem die Möglichkeiten der öffentlichen Förderung der Infrastruktur diskutieren.

Globale E-Strategie entwickelt von der E-Mobility Group Daimler Trucks & Buses

Die E-Mobility Group bündelt seit 2018 das weltweite Know-how von Daimler Trucks & Buses im Bereich E-Mobilität und definiert die Strategie für elektrische Komponenten und Produkte marken- und segmentübergreifend. Ähnlich wie bei der globalen Plattformstrategie für konventionelle Fahrzeuge entwickelt die E-Mobility Group eine integrierte elektrische Architektur, die die Nutzung von Synergien maximiert und den Einsatz von Investitionen optimiert. Gleichzeitig bietet die E-Mobility Group eine umfassende Beratung für Kunden und fokussiert auf das gesamte Ökosystem mit dem Ziel, E-Mobilität auch unter TCO-Gesichtspunkten wirtschaftlich sinnvoll zu gestalten. Die E-Mobility Group ist global aufgestellt und beschäftigt Mitarbeiter an verschiedenen Standorten im weltweiten Entwicklungsnetzwerk des Unternehmens, d.h. in Portland (USA), Stuttgart (Deutschland) und Kawasaki (Japan).

Globales Elektro-Lkw-Portfolio bei Daimler Trucks

Der schwere Elektro-Lkw Mercedes-Benz eActros mit einer Reichweite von rund 200 km wird im Rahmen der eActros "Innovationsflotte" von Kunden in Deutschland und der Schweiz intensiv getestet. Die erste Kundenübergabe fand 2018 statt, die Serienproduktion ist für das kommende Jahr geplant. In den USA befinden sich der mittelschwere Freightliner eM2 und der schwere Freightliner eCascadia ebenfalls in der Praxiserprobung bei Kunden - die Serienproduktion ist ebenfalls für 2021 geplant. Im Rahmen einer Kleinserie sind bereits mehr als 150 elektrische FUSO eCanter Light-Duty Trucks bei zahlreichen Kunden in Japan, den USA und Europa im Einsatz.

Daimler Trucks & Buses: Nachhaltige Unternehmensstrategie

Daimler Trucks & Buses, einer der größten Nutzfahrzeughersteller der Welt, verfolgt eine nachhaltige Unternehmensstrategie und hat sich zum Ziel gesetzt, nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die die CO2-Neutralität im Fahrbetrieb ("Tank-to-Wheel") in den Triade-Märkten Europa, Japan und NAFTA bis 2039. Bereits bis 2022 will Daimler Trucks & Buses in seinen Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan Serienfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb in sein Fahrzeugportfolio aufnehmen. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts wird Daimler Trucks & Buses seine Fahrzeugpalette mit wasserstoffbetriebenen Serienfahrzeugen erweitern.

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