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The Factory Of The Future Porsche Is Investing In Electric Mobility
Von den sechs Milliarden Euro, die Porsche bis 2022 in die Elektromobilität investiert, fließen mehr als 700 Millionen Euro in den Bau neuer Produktionsanlagen für den Taycan. Parallel zur eng getakteten Sportwagenproduktion - mit 250 Fahrzeugen der Baureihen 911 und 718 verlassen so viele Fahrzeuge wie nie zuvor das Werk - entsteht im bestehenden Werk in Zuffenhausen eine neue Fabrik.
Die räumliche Verteilung der verschiedenen Arbeitsbereiche auf dem gesamten Firmengelände ist aufgrund der städtischen Lage notwendig. So schließen sich an den neuen Karosseriebau, der mit der Premiere der 911-Generation 992 in Betrieb genommen wurde und im Herzen des Geländes liegt, die im Westen errichteten Gebäude für die Elektroantriebs- und Komponentenfertigung sowie eine neue Lackiererei an. Im Nordosten befindet sich mit dem Gebäude 70 eine mehrstöckige Montage. Die lackierten Karosserien und Antriebskomponenten erreichen das Montagegebäude über eine 900 Meter lange Verbindungsförderbrücke - witterungsunabhängig und ohne Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrs. Die Verladelogistik für den fertigen Taycan befindet sich östlich des Gebäudes 70.
Das Großprojekt wird in Rekordzeit Realität. Nach der Messepremiere der Studie Mission E im September 2015 vergehen von der Entscheidung des Aufsichtsrats über den Bau des neuen Elektrosportwagens im Dezember 2015 bis zur offiziellen Werkseröffnung am 9. September 2019 fast vier Jahre. 21 Einzelprojekte mit über 6.000 Umzügen sind allein zur Vorbereitung des Neubaus nötig. Für das Montagegebäude am Hang wird eine 25 Meter tiefe Baugrube ausgehoben. Dabei werden 240.000 m³ Boden bewegt. Das Material der abgerissenen alten Hallen wird vor Ort aufbereitet und für den Rohbau der neuen Gebäude wiederverwendet.
"Ich verfüge über 30 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie und hatte die Möglichkeit, viele Aufgaben zu meistern. Eine neue Produktion mit neuer Technik und neuen Prozessen bei maximaler Auslastung in einen Brownfield-Standort - also einen Standort im urbanen Umfeld - zu integrieren, ist meine bisher größte Herausforderung." Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik
Porsche achtet in allen Belangen auf höchste Nachhaltigkeit. Die Produktion am Standort ist CO₂-neutral, die energieeffizienten Gebäude liegen deutlich unter den gesetzlichen Energieanforderungen, alle Dächer der Neubauten sind begrünt und teilweise mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die bei Porsche eingesetzte elektrische Energie stammt aus regenerativen Quellen. Biogasbetriebene Blockheizkraftwerke versorgen den Standort mit Wärme und zusätzlichem Strom. Zunehmend elektrifizierte Logistikfahrzeuge und der mit Ökostrom betriebene Schienenverkehr reduzieren die CO₂-Emissionen in der Logistik. Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Maßnahmen, mit denen Porsche das Ziel der "Zero-Impact-Factory", einer Produktion ohne Umwelteinflüsse, verfolgt.

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Porsche bekennt sich zum traditionellen Firmensitz und verbindet Tradition mit Zukunft.
Nachhaltigkeit ist eine der drei Säulen der Porsche Produktion 4.0: smart, lean und green sind die Schlagworte für die modernen Produktionsmethoden des Sportwagenherstellers. Neben den ökologischen Aspekten (green) und dem verantwortungsvollen und effizienten Umgang mit Ressourcen (lean) zeichnet sich die Porsche Produktion 4.0 durch Transparenz und Vernetzung (smart) aus. Im Mittelpunkt der Produktion steht nach wie vor der Mensch. Moderne Technologien erleichtern ihnen die Arbeit und unterstützen ihr Handwerk.
Dazu gehören neue, bis zu 110 Grad schwenkbare Schwenks, dank derer die unergonomische Überkopfarbeit der Vergangenheit angehört. Die fahrerlosen Transportsysteme, sogenannte AGVs, der Flexi-Line ersetzen das klassische Fließband. Sie bieten Flexibilität in der Produktion und in der Architektur der neuen Anlage.
Was mit dem Backsteingebäude "Werk 1" begann, ist heute zu einem Gelände mit einer Fläche von 614.000 m2 und auf denen rund 12.000 Mitarbeiter vierrädrige Begeisterung produzieren. Insgesamt arbeiten heute mehr als 33.000 Menschen für Porsche.
Der Schritt in die Elektromobilität ist ein Jobmotor für das Unternehmen: Der Taycan und sein CUV-Ableger Taycan Cross Turismo werden 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig etabliert der Sportwagenhersteller eine beispiellose Qualifizierungsinitiative, in der das Thema Elektromobilität bei Porsche an die Mitarbeiter herangetragen wird. Allen Mitarbeitern wird neben umfangreichen E-Learning-Möglichkeiten ein viertägiges Qualifizierungsprogramm angeboten. Für die Kollegen, die direkt an der Produktion des Taycan beteiligt sind, ist ein mehrwöchiges Training geplant.


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